Zum Inhalt springen
Zum Inhalt springen

Praxisworkshop für Teams, Führungskräfte und KI-Verantwortliche

KI-Kompetenz nach Artikel 4 AI Act

Ein rollenbezogener Workshop, der Chancen, Grenzen, Datenregeln und menschliche Kontrolle an euren tatsächlich genutzten KI-Systemen verständlich macht.

CADEE-Framework für den strukturierten Aufbau von KI-Kompetenz

Eine KI-Kompetenz-Schulung ist mehr als ein Prompt-Kurs

Artikel 4 der europäischen KI-Verordnung verpflichtet Anbieter und Betreiber von KI-Systemen, Maßnahmen zur Unterstützung der KI-Kompetenz ihrer Beschäftigten und weiterer Personen zu treffen, die in ihrem Auftrag KI-Systeme betreiben oder nutzen. Dabei sind technische Kenntnisse, Erfahrung, Aus- und Fortbildung, Nutzungskontext und die betroffenen Personengruppen zu berücksichtigen.

Deshalb reicht ein identischer Grundlagenvortrag für alle Rollen häufig nicht aus. Wer mit einem Textassistenten interne Zusammenfassungen erstellt, braucht andere Beispiele und Kontrollen als ein Entwicklungsteam, das einen Agenten mit Werkzeugzugriff baut. Der Workshop übersetzt diese Unterschiede in konkrete Lernziele, Übungen und dokumentierbare nächste Schritte.

Vier Arbeitsblöcke

Vom Nutzungskontext zur passenden Maßnahme

01

Systeme und Rollen erfassen

Welche KI-Werkzeuge werden offiziell oder informell genutzt? Wer gibt Daten ein, wer prüft Ergebnisse und wer trägt die fachliche Entscheidung? Wir trennen Nutzergruppen und betrachten die tatsächlichen Aufgaben statt abstrakter Jobtitel.

02

Chancen und Risiken verstehen

Die Teilnehmenden lernen, warum generative Systeme überzeugend falsch liegen können, wie Daten den Output prägen, wo Verzerrungen entstehen und welche Aufgaben menschliche Kontrolle brauchen. Die Beispiele stammen möglichst aus eurem Arbeitsalltag.

03

Sichere Arbeitsweise üben

Wir entwickeln Regeln für zulässige Daten, Quellenprüfung, Freigabe und Eskalation. In praktischen Aufgaben vergleichen die Teilnehmenden Ergebnisse, erkennen Unsicherheit und dokumentieren, warum ein Vorschlag übernommen, verändert oder verworfen wird.

04

Transfer dokumentieren

Am Ende stehen Rollen, Lernziele, behandelte Inhalte und offene Maßnahmen in einer nachvollziehbaren Struktur. Das ersetzt keine juristische Prüfung, hilft dem Unternehmen aber, Training nicht als einmaliges Event, sondern als überprüfbaren Prozess zu behandeln.

Was Artikel 4 praktisch bedeutet

Kein vorgeschriebener Einheitskurs und kein Pflichtzertifikat

Nach dem konsolidierten Verordnungstext mit Stand 27. Juli 2026 bleibt KI-Kompetenz eine Verpflichtung für Anbieter und Betreiber. Sie müssen passende Maßnahmen unterstützen; ein bestimmtes Kompetenzniveau jeder einzelnen Person ist nicht vorgeschrieben. Unterschiedliche Lernwege und Detailstufen können deshalb sinnvoll sein.

Auch ein bestimmtes Zertifikat ist nicht vorgeschrieben. Interne Aufzeichnungen können die ergriffenen Maßnahmen nachvollziehbar dokumentieren; eine bestimmte Nachweisform ist nicht vorgeschrieben, und die Dokumentation bestätigt für sich allein keine Konformität. Die Bundesnetzagentur beschreibt Kompetenzaufbau als kontinuierlichen Prozess und empfiehlt, Maßnahmen zu dokumentieren und an technische Entwicklungen anzupassen. Der Workshop liefert dafür eine pragmatische Ausgangsstruktur, aber keine Rechtsberatung und keine automatische Konformitätsbestätigung.

Typische Zielgruppen

Ein gemeinsamer Rahmen, unterschiedliche Lerntiefe

Führungskräfte und Entscheider brauchen Kriterien für Freigabe, Verantwortlichkeit, Nutzen und Risiko. Sie müssen nicht jedes Modell technisch erklären können, sollten aber verstehen, wann ein KI-Vorschlag eine geschäftliche oder rechtliche Prüfung braucht.

Fachbereiche üben mit ihren realen Aufgaben: Recherche, Zusammenfassung, Entwurf, Analyse oder Kundenkommunikation. Der Schwerpunkt liegt auf Datenhygiene, Quellen, Qualitätskontrolle und einem klaren Übergabepunkt an Menschen.

Entwicklungs- und Datenteams betrachten zusätzlich Modellgrenzen, Retrieval, Berechtigungen, Protokollierung, Evaluation und Fehlerfälle. Für einen tieferen technischen Build ist der KI-Agenten-Kurs für Entwicklerteams das passendere Format.

CADEE als Ordnungsrahmen

Kompetenz mit Umsetzung verbinden

Viele Schulungen bleiben bei Werkzeugfunktionen stehen. Das CADEE-Framework betrachtet zusätzlich Compliance, Architektur, Daten, Enablement und Evaluation. CADEE und ein Workshop sind keine regulatorisch vorgeschriebenen Formate; je nach Kontext können andere oder zusätzliche Maßnahmen passend sein. Der Rahmen macht sichtbar, dass sichere KI-Nutzung nicht allein von guten Prompts abhängt. Ein Team braucht zugelassene Systeme, passende Daten, klare Verantwortlichkeit und eine Methode, mit der die Qualität von Ergebnissen geprüft wird.

Der Workshop kann als eigenständiger Termin durchgeführt oder in ein breiteres Einführungsprogramm eingebettet werden. Wenn ihr zunächst Anwendungsfälle priorisieren wollt, passt der allgemeine KI-Workshop für Unternehmen. Wenn aus einer Idee ein belastbares System werden soll, führt der nächste Schritt zur KI-Beratung und Implementierung.

So wird aus einer Schulung ein fortlaufender Lernprozess

KI-Systeme, Aufgaben und Risiken verändern sich. Deshalb definieren wir nicht nur Inhalte für einen Termin, sondern auch Auslöser für eine Aktualisierung: ein neues Werkzeug, ein zusätzlicher Datenzugriff, ein anderer Nutzerkreis oder ein Fehler, der bisherige Annahmen infrage stellt.

Nach dem Workshop kann das Unternehmen kurze Wiederholungen, rollenspezifische Vertiefungen und praktische Fallprüfungen selbst organisieren. Entscheidend ist, dass Lernen mit der realen Nutzung verbunden bleibt und nicht nur durch Anwesenheit dokumentiert wird.

Häufige Fragen zur KI-Kompetenz

Brauchen alle Anbieter und Betreiber dasselbe Schulungsprogramm?

Nein. Artikel 4 verweist ausdrücklich auf Kenntnisse, Erfahrung, Aus- und Fortbildung, Nutzungskontext und betroffene Personengruppen. Ein passendes Konzept unterscheidet deshalb zwischen Rollen, Systemen und Risiken.

Erhalten Teilnehmende ein rechtsverbindliches Zertifikat?

Nein. Ein Zertifikat ist nach der Einordnung der Europäischen Kommission nicht vorgeschrieben und würde allein keine Konformität belegen. Der Workshop kann Teilnahme, Inhalte und Übungen dokumentieren, ist aber keine juristische Zertifizierung.

Können wir mit unseren eigenen KI-Werkzeugen arbeiten?

Ja, wenn Zugänge und Daten vorab geklärt sind. Sensible Informationen werden nicht ungeprüft verwendet. Alternativ bereiten wir synthetische Beispiele vor, die eure realen Aufgaben abbilden.

Ist das ein Datenschutz- oder Rechtsseminar?

Nein. Datenschutz, Verantwortlichkeit und regulatorischer Kontext gehören zum sicheren Einsatz, aber der Workshop ersetzt keine Rechtsberatung. Offene Rechtsfragen werden sichtbar gemacht und an die zuständige Fachstelle übergeben.

Kann der Workshop in NRW vor Ort stattfinden?

Ja. Vor-Ort-Termine sind insbesondere in Haan, Düsseldorf, Köln, Wuppertal, Essen und der weiteren NRW-Region möglich. Remote-Formate werden deutschlandweit angeboten.

Nächster Schritt

Klärt, welche KI-Kompetenz eure Rollen wirklich brauchen.

In 30 Minuten besprechen wir Systeme, Zielgruppen, Nutzungskontext und den sinnvollen Zuschnitt.

Workshop besprechen